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Pakistan greift Ziele im Südosten Irans an

Pakistan sagte gestern, es habe Vergeltungsschläge auf iranischem Boden durchgeführt, einen Tag nachdem Truppen der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) sogenannte „Militantenlager“ in der pakistanischen Provinz Belutschistan angegriffen hatten.

Das pakistanische Außenministerium sagte, die Streitkräfte des Landes hätten mit Kampfflugzeugen und Drohnen „chirurgische Militärangriffe“ an Orten im Südosten des Iran durchgeführt, die sie als „Verstecke der Terroristen“ betrachten, d. h. belutschische Separatisten.

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– TRT World (@trtworld) 18. Januar 2024 Ein hochrangiger pakistanischer Sicherheitsbeamter sagte der New York Times, dass die Angriffe auf mindestens sieben Belutschen-Lager etwa 30 Meilen von der iranisch-pakistanischen Grenze gerichtet seien.

Nach den Angriffen der IRGC in Belutschistan sagten die iranischen Streitkräfte, dass Angriffe auf Ziele im Irak und in Syrien und jetzt auch in Pakistan „zeigen, dass der Iran gegen Feinde überall entschieden Vergeltung üben wird“.

Als Reaktion darauf erklärte der iranische Geschäftsträger in Islamabad, dass die von Teheran durchgeführten Angriffe eine „eklatante und inakzeptable Verletzung der Souveränität des Landes“ seien.

Das pakistanische Außenministerium sagte, es habe seinen Botschafter im Iran abberufen und alle erwarteten hochrangigen Besuche in Teheran in den kommenden Tagen ausgesetzt. „Angriffe auf pakistanisches Territorium sind eine illegale und inakzeptable Handlung, und wir behalten uns das Recht vor, darauf zu reagieren“, sagte das Ministerium.

Islamabad argumentiert seit langem, dass belutschische Separatisten, die seit Jahrzehnten einen Aufstand im Südwesten Pakistans führen, Verstecke im Iran haben. Im Gegenzug wirft Teheran Islamabad vor, nicht genug zu unternehmen, um seine Rebellen einzudämmen, die seine Sicherheit bedrohen.

Die New York Times zitiert den in Islamabad ansässigen Sicherheitsanalysten Syed Muhammad Ali mit den Worten: „Eine kalkulierte und zeitnahe Reaktion war erforderlich, um der irrigen Annahme Irans entgegenzuwirken, dass ein unprovozierter Überraschungsangriff auf Pakistan nicht zu einer starken, maßvollen und schnellen Reaktion führen würde.“ Gleichzeitig glaubt der Analyst, dass weder Iran noch Pakistan von einer weiteren Eskalation profitieren werden.

„Ein ermutigter Iran setzt nach dem 7. Oktober seine Stellvertreterkräfte gegen Israel und seine Verbündeten ein“, schreibt die NYT. „Dies und nun auch Irans eigene Angriffe auf andere Länder Region erhöhen das Risiko, dass sich die Eskalation im Nahen Osten verschärfen könnte.“

Pakistan greift Ziele im Südosten Irans an