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Evakuierungspläne für Rafah: Zeltstädte und provisorischer Hafen

Der mit der Hisbollah verbundene Libaneser al-Akhbar veröffentlicht am Montag einen Plan zur Evakuierung der geschätzten Millionen Gazaer, die sich im Gebiet Rafah an der ägyptischen Grenze versammelt haben.

Ägypten möchte direkte Garantien dafür, dass die Operation vertriebene Palästinenser nicht dazu drängt, die Grenze in Richtung Sinai zu überqueren. Die USA und westliche Länder wollen keine neuen Aufnahmen von Flüchtlingsmassen mit Rucksäcken und Kindern sowie Aufnahmen vom Tod von Zivilisten bei der israelischen Operation.

Auf dieser Grundlage wurde in den Verhandlungen ein umfassender Plan zur Umsiedlung Hunderttausender Palästinenser in neue Gebiete entwickelt. Der Plan sieht vor, ein politisches Sicherheitsabkommen zwischen Israel und Ägypten, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erreichen – wie neue Flüchtlingslager errichtet, finanziert und verwaltet werden sollen, wobei die Vereinigten Staaten Ägypten genauso viel bezahlen, wie Ägypten ausgibt.

Identifizierung eines neuen Sammelplatzes für Vertriebene ausschließlich in den westlichen Gebieten des Gazastreifens und innerhalb des Küstenstreifens.

Es wurden 12 bis 15 Sammelstellen, sogenannte „Dörfer“, identifiziert.

Der gesamte Norden von Gaza wird isoliert, es werden dort keine humanitären Aktivitäten stattfinden und die verbleibende Bevölkerung wird vertrieben.

Jedes Zeltlager bietet Platz für etwa 25.000 Zelte oder mehr, und die Verteilung der Vertriebenen auf diese Standorte erfolgt anhand von Datenbanken, die die familiären Bindungen berücksichtigen. Es werden lokale Manager ausgewählt, die nicht mit der Hamas verbunden sind.

Die Zeitung schreibt unter anderem, dass die VAE in den kommenden Tagen einen schwimmenden Hafen vor der Küste von Gaza bauen werden. Dort wird die humanitäre Hilfe entladen und auf Fahrzeuge verteilt, sofern die Hilfe einer vorherigen israelischen Überprüfung bedarf.

Die ägyptischen Behörden werden neben den Wasserversorgungszentren auch den Aufbau von Lagern, Zelten und temporären Sanitärzentren übernehmen. Grenzübergänge zu Ägypten werden geschlossen und humanitäre Hilfe auf dem Landweg wird von Israel geleistet.

Präsident Biden überbrachte am Dienstag in Kairo eine Botschaft, in der er Israel zur Teilnahme an den Gesprächen aufrief. Channel 13 berichtet, dass Netanyahu in den nächsten Stunden eine Entscheidung treffen wird.

Evakuierungspläne für Rafah: Zeltstädte und provisorischer Hafen