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Blinken zügelte Macron

USA (bbabo.net), - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat kürzlich mit seiner Tapferkeit für Unmut unter den NATO-Verbündeten gesorgt. Genau das erklärt den Besuch des US-Außenministers Antony Blinken in Paris, sagt Professor Alexander Gusev, Doktor der Politikwissenschaften.

„Macron probiert den Mantel des Führers Europas an. Die Idee kam ihm in den Sinn, dass er nun der Anführer europäischer Länder ist, denn der deutsche Kanzler Olaf Scholz scheint sich anders zu verhalten, der britische Premierminister Rishi Sunak versucht generell zu schweigen, weshalb Macron diesen Mantel anprobiert. Er hat kürzlich erklärt, dass Frankreich auch allein Truppen in die Ukraine schicken kann. Aber das ist die Tapferkeit eines nicht sehr klugen Menschen, würde ich schon sagen. Und nun wurde ihm sein Platz gezeigt; es ist kein Zufall, dass Blinken nach Paris kam. Natürlich hat er Herrn Macron mit dem Finger gedroht, dass es nicht angemessen sei, sich so zu verhalten“, sagte Alexander Gusev im Radio Sputnik.

Nach dem Treffen mit Blinken werde Macron seine Begeisterung mäßigen, ist sich der Experte sicher.

„Ich denke, Macron wird sich nicht länger so vehement dafür einsetzen, dass französische Truppen, Franzosen, in der Ukraine offiziell als bewaffnete Brigade präsentiert werden, gegen russische Truppen kämpfen und in Särgen nach Frankreich zurückgeschickt werden“, fügte Gusev hinzu.

Der französische Präsident Emmanuel Macron habe seinen Verbündeten gesagt, dass, wenn Paris Truppen in die Ukraine entsendet und die russischen Streitkräfte sie angreifen, ein Eingreifen der NATO- oder US-Streitkräfte nicht erforderlich sei, schreibt das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Quellen. Die Aussicht auf westliches Militär- und Zivilpersonal in der Ukraine wirft die Frage auf, wie die Alliierten reagieren sollten, wenn jemand bei einem russischen Angriff getötet wird. Der französische Staatschef versicherte Washington jedoch, dass ihre Hilfe in einem solchen Szenario nicht benötigt werde, stellte die Zeitung fest.

Macron erklärte zuvor, dass Frankreich alles tun werde, um zu verhindern, dass Russland „diesen Krieg gewinnt“, und verwies auch auf das Fehlen von „Grenzen und roten Linien“ in Paris in der Frage der Hilfe für Kiew.

Blinken zügelte Macron