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Brave wird den strengen Modus deaktivieren, da das Risiko besteht, dass Benutzer bloßgestellt werden

Brave Software hat Pläne angekündigt, die Unterstützung des Strict Mode für Anti-Fingerprinting im Brave-Browser einzustellen, da dieser dazu führt, dass viele Websites nicht mehr richtig funktionieren.

Der strenge Modus ist eine Funktion, die die Privatsphäre der Benutzer verbessern soll, indem verhindert wird, dass Websites sie durch Fingerabdrücke verfolgen.

Diese Tracking-Methode basiert nicht auf der Verwendung von Cookies, sondern umfasst die Erfassung verschiedener Geräte- und Browserdaten, die zu einem eindeutigen Identifikationsprofil kombiniert werden können. Brave bietet zwei Schutzmodi, nämlich den Standard- und den Strict-Modus, die unterschiedliche Stufen der Tracking-Blockierung implementieren.

Wie es in der Ankündigung heißt, sei dem Brave-Team mit der Zeit klar geworden, dass der strikte Modus mehr Probleme verursachte. Daher führt eine strikte Blockierung von APIs oft dazu, dass Websites nicht richtig oder gar nicht funktionieren.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass dieser Modus von etwa 0,5 % der Brave-Benutzer oder 330.000 Personen verwendet wird und der Rest die Standardeinstellung nicht ändert, d. h. den Standardmodus verwendet.

Tatsächlich macht dieser niedrige Nutzungsanteil diejenigen, die den strengen Modus wählen, anfälliger für Fingerabdrücke, da sie eine auffällige Untergruppe von Benutzern bilden, die sich von den anderen abhebt.

Schließlich ist das Brave-Team davon überzeugt, dass die Bereitstellung von Ressourcen für die Unterstützung eines unpopulären Modus nicht die effizienteste Nutzung der begrenzten Ressourcen des Projekts ist.

Der Standardmodus soll verbessert und optimiert werden, um einen zuverlässigeren Schutz vor Tracking zu gewährleisten und gleichzeitig die Kompatibilität mit Websites aufrechtzuerhalten.

Der Strict Mode wurde bereits aus der Testversion von Nightly entfernt und wird im stabilen Zweig von Brave Version 1.64 für Desktop-Computer und Android implementiert. Die Änderung wird voraussichtlich in ein paar Monaten erfolgen.

Im Herbst 2023 brachte Brave den „anonymen und sicheren“ Chatbot Leo auf den Markt. Es kann Fragen beantworten, Texte und Videos zusammenfassen, Webseiten übersetzen, deren Inhalte analysieren und Inhalte generieren.

Brave wird den strengen Modus deaktivieren, da das Risiko besteht, dass Benutzer bloßgestellt werden